Reiseblog. Touren 2017
Deutschland, auf in den Süden
Motorradtouren

Ankunft in Stockach am Bodensee

06. bis 08. Juni 2017. Nachdem wir ein paar schöne Tage in Oberammergau verbracht hatten ging unsere nun Reise weiter. Als nächstes Ziel hatten wir den Bodensee ins Auge gefasst. Genauer gesagt den Wohnmobilstellplatz in Stockach. Der Platz war nicht übermäßig stark belegt, sodass wir auf der Wiese fast ganz alleine standen. Ein Wanderweg führt seitlich am Campingplatz vorbei. Ideal für unsere Hunde.
Rückblick. 2009. Unsere erste Tour mit dem Wohnmobil

Nostalgie. 2009 tauschten wir unseren Bürstner Wohnwagen gegen ein Wohnmobil der Marke Rimor ein. Unsere erste richtige Tour mit dem Wohnmobil führte uns an den Bodensee. Genau auf diesen Wohnmobilstellplatz.

Wohnmobilstellplatz Campingpark Stockach-Bodensee
Von dort aus planten wir einige Touren mit dem Motorrad zu unternehmen. Eine sollte uns auf jeden Fall in die Schweiz zum Rheinfall von Schaffhausen und zur Insel Mainau führen. So war der eigentliche Plan.
Mit dem Motorrad nach Bodman-Ludwigshafen am Bodensee
Zu unserem Plan gehörte es auch, uns die Skulpturentafeln des Bildhauers Peter Lenk anzusehen. Wir hatten im Fernsehen einen Bericht über den Bodensee gesehen. Dort hatte das Fernsehteam auch über diese Skulpturentafeln des Peter Lenk in dem Ort Bodman-Ludwigshafen berichtet. Also machten wir uns mit dem Motorrad auf den Weg um uns diese Tafeln einmal in Natura anzusehen.

Die Skulpturenplatten des Peter Lenk in Bodman-Ludwigshafen
2008 wurde dieses Triptychon (Relieftafeln) des aus Bodman-Ludwigshafen stammenden Künstlers Peter Lenk der Öffentlichkeit vorgestellt.
Der Bildhauer Peter Lenk wurde 1947 in Nürnberg geboren und zog später nach Bodman-Ludwigshafen an den Bodensee. Vor allen Dingen in den 1980er Jahren machte er sich als Bildhauer einen Namen, da er Ereignisse in einer satirischen Weise in Stein verewigte. Das brachte ihm nicht nur Lob ein, sondern rief auch manches Mal die Obrigkeit auf den Plan.
Auch dieses Relief, Ludwigs Erben, setzt sich satirisch und auch spöttisch mit Ereignissen oder Zuständen der aktuellen Zeitgeschichte auseinander. Es entstand zwar mit der Erlaubnis der Stadt, wurde aber nur aus Spenden finanziert. Manch einer der Stadtväter hätte sich im Nachherein gewünscht, niemals für dieses Projekt die Zustimmung gegeben zu haben. Die Stadt kaufte später zwei der seitlichen Flügel mit der Auflage sie dort wo sie sind zu belassen.
Ludwigs Erben. Worum geht es hier?
Erst einmal geht es um das Erbe des Großherzogs Ludwig von Baden. In der Mitte Platte hat er seinen Platz. Um ihn herum sieht der Betrachter zeitaktuelle Personen aus Politik und Wirtschaft. Wie zum Beispiel Günter Öttinger, der Anwalt oder Hans Filbinger (Was damals Recht war, kann heute nicht Unrecht sein. Zitat).
Die global Player
Dann gibt es die fünf nackten Personen. Eine fasst der anderen Person an das Geschlechtsteil. Zu sehen sind hier Hans Eichel, Gerhard Schröder, Angela Merkel, Edmond Steuber und Guido Westerwelle.
Die Topmanager
Dagobert Duck, sowie Josef Ackermann, Dieter Zetsche, Ferdinand Piëch und zuletzt Utz Classen.
Ein Motorradausflug
Für den neuen Tag planten wir eine Motorradtour zur Blumeninsel Mainau. Aber Pläne sind dafür da auch geändert zu werden. Am Ende des Tages sollten wir dann in der Schweiz landen.
Unser erstes Ziel. Die Insel Mainau
Nachdem wir am Morgen eine ausgiebige Wanderung mit unseren Hunden unternommen hatten, machten wir uns auf den Weg und erreichten über einige Umwege den Parkplatz vor der Insel Mainau. Allerdings entschieden wir uns die Insel nicht zu betreten. Es mag für Menschen, die sich für Blumenzucht interessieren sicher ein Highlight sein, aber wir waren nicht bereit dafür 45 € pro Person Eintritt zu bezahlen.

Am Grenzübergang in die Schweiz
Stattdessen beschlossen wir mit dem Motorrad zum Rheinfall von Schaffhausen zu fahren. An der Grenze zur Schweiz standen wir dann vor dem Zoll in einer Schlange. Solche Grenzen waren wir nicht mehr gewöhnt. Und dann schien uns die Sonne ohne Erbarmen auf unsere Motorradkleidung. Endlich. Dann nach einer Ewigkeit und durchgeschwitzt fuhren wir über den Zoll. Der anschließende Fahrtwind kühlte uns wieder auf Betriebstemperatur herunter.
Endlich in Schaffhausen
Der Parkplatz am Rheinfall von Schaffhausen war sehr gut belegt. Aber es gibt dort noch einen kleinen Parkplatz, der nur für Motorräder reserviert ist. Aber auch dieser war voll. Aber ein paar nette Motorfahrer stellten ihre Fahrzeuge näher zusammen und damit hatten auch wir dann auch einen Parkplatz. (Dieser Parkplatz ist übrigens für Motorräder kostenlos.)
Der Rheinfall von Schaffhausen

Auf dem Weg vom Bodensee bis nach Basel bieten Felsen und Verengungen immer wieder Widerstand, was sich am Ende in Schaffhausen in einem Wasserfall, dem legendären Rheinfall, entlädt. Mit einem ungeheuren Druck und ohrenbetäubenden Getöse stürzen die Wassermassen hinab in das Flussbecken von Schaffhausen. Ein unbeschreibliches Erlebnis
Nachdem wir an einem Pavillon eine Kleinigkeit gegessen und getrunken hatten, machten wir uns auf die Entdeckungstour rund um den Rheinfall von Schaffhausen. Es sollte zwar ein anstrengender aber auch sehr schöne Ausflug werden.

Schloessli Woerth
Dieses Schlösschen im Rhein unterhalb des Rheinfall wurde im 12. Jahrhundert auf einer kleinen Insel im Rheinbecken von Schaffhausen gebaut und diente ursprünglich als Zoll- und Warenumschlagplatz. Heute befindet sich in diesem Gebäude ein Restaurant mit Blick auf den imposanten Rheinfall.

Es besteht die Möglichkeit mit einem Boot vom Schlössli Woerth an den Rheinfall heran zu fahren. Das sieht schon sehr beängstigend aus. Wir zogen es vor den Wasserfall und die Umgebung zu Fuß zu ergründen.

Ein sehr beliebter Aussichtpunkt auf den Wasserfall bietet dieser Felsen direkt in dem Getöse des Rheins. Wir sparten uns den Aufstieg und vor allen Dingen die lange Wartezeit um dort hinauf zu kommen.


Laufen-Uhwiesen und Neuhausen am Rheinfall von Schaffhausen. Dieses Bauwerk entstand 1856. 1950 kam beidseitig ein Fußweg hinzu, den wir auch benutzten um zum Schloss Laufen zu gelangen


Das Schloss Laufen
Das Schloss liegt am linken Ufer des Rheins, oberhalb des Rheinfalls. Von dort aus bietet sich dem Besucher eine wunderschöne Aussicht auf den von Schaffhausen.
Dieses Schloss wurde um das Jahr 858 gebaut und war der Sitz der Freiherren von Laufen.
1544 ging das Schloß in den Besitz der Stadt Zürich über. In den nachfolgenden Jahrhunderten wechselte das Schloss mehrmals den Besitzer um dann 1941 in den Besitz des Kanton Zürich überzugehen. Heute befinden sich in dem Schloss eine Jugendherberge und ein Restaurant.


Unter dem Wasserfall

Unterhalb von Schloss Laufen. Mit einem Aufzug fuhren wir seitlich am Schloss hinunter, direkt zum Wasserfall. Von dort hat man eine tolle Aussicht. Das Getöse, wenn das Wasser über die Felsen hinab in das Becken stürzt, ist so laut, dass jede Art von Unterhaltung zwecklos ist. Aber es ist ein gewaltiges Erlebnis.

Es läßt nur erahnen welche Urgewalten hier im Wasserfall freigesetzt werden. Es gibt sogar Sportler, die dort mit einem Kajak herunter fahren. Nein Danke. Für kein Geld der Welt !!!!
So ging ein wunderschöner Tag zu Ende und es wurde Zeit zurück nach Stockach zu fahren. Die allerbesten Hunde warteten schon auf uns. Nach dem Abendessen packten wir Alles zusammen, um am nächsten Morgen zeitig losfahren zu können. Bis nach Aachen, das war unser nächstes Ziel, sind es gut 560 km. Das sollte an einem Tag zu schaffen sein. So hofften wir.
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