20. September 2012. Gegen Mittag erreichten wir das idyllische Städtchen Rovinje in Kroatien. Nachdem wir uns auf dem Campingplatz eingerichtet hatten und eine Kleinigkeit zu Mittag gegessen hatten, machten wir uns am Nachmittag auf den Weg um die Stadt zu erforschen. Unser Weg führte uns einige Kilometer an der Küste entlang. Schon von weitem sahen wir den Turm der „Kirche der heiligen Euphemia“, der sich auf einem Hügel im Zentrum der Altstadt befindet. Wir wollten diesen Turm und die dazugehörende Kirche auf jeden Fall einmal besichtigen.
Ein sehr schöner Campingplatz in der Nähe von Rovinj. Der Campingplatz befindet sich in Meernähe. Die Stellplätze sind geschottert und teilweise uneben. Restaurant direkt neben dem Platz. Brötchenservice am Platz. Die Stadt ist zu Fuss schnell erreichbar. Hunde sind an der Leine erlaubt. Der Platz wird nachts bewacht. Ganzjährig geöffnet. Anzahl der Plätze: 396 Anzahl der Nächte: unbegrenzt
Rovinj befindet sich auf der HalbinselIstrien. Mit dem Namen Castrum Rubini trat diese Stadt zum ersten mal im 5. Jahrhundert in Erscheinung und gehörte zu Byzanz. Später herrschten hier die Langobarden und dann die Franken. 1283 fiel die Stadt an Venedig. Nach einer kurzen Blütezeit kamen die Habsburger.
Nach dem Zusammenbruch der österreichischen Doppelmonarchie „Österreich-Ungarn“ gehörte Istrien, und damit auch Rovinj bis 1947 zu Italien.1947 wurde Kroatien und so auch Istrien zum Teil Jugoslawiens. Und alle baltischen Staaten gehörten zum dem kommunistischen Konstrukt „Sowjetunion“.1991 erklärte Kroatien und Slowenien seine Unabhängigkeit, was einen 10 Jahre andauernden blutigen Bürgerkrieg in gesamt Jugoslawien auslöste. In Kroatien dauerte dieser Krieg bis 1995 und endete mit der Niederlage der JNA und den serbischen Kampfverbänden.Die serbische Bevölkerung die ca. 11 % der Bevölkerung ausmachte, wurde vertrieben. Viele Kroaten und auch Serben mussten hier Ihre Leben lassen. Der eigentlich Grund (meine Meinung) war es, dass die Sowjets nach dem 2. Weltkrieg versuchten, die baltischen Länder unter dem Kunstbegriff „Jugoslawien“, das 1929 gegründete Königreich Jugoslawien, unter einen Hut zu bringen.Tito hatte es hier geschickt verstanden dieses Land aus dem Klammergriff der Sowjetunion zu befreien (blockfreie Staaten) und den Deckel auf das baltische Pulverfass zu drücken.1980 jedoch starb Tito und damit ein kommunistischer Diktator, der es als einziger verstand dieses Gebilde in Form zu halten. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion brachen auch die Randstaaten auseinander mit all den noch heute sichtbaren Spuren. Noch immer geht ein tiefer Schnitt durch die kroatische und serbische Bevölkerung
Der Campingplatz Camping Biondi.Eine gemütliche Ecke ohne Fernsehempfang auf dem Campingplatz Camping Biondi.Ein schöner Ort zum Genießen.
Rovinj in Kroatien
Hoch über der Stadt ist schon von weitem der Kirchturm der Kirche der heiligen Euphemia zu sehenDas Hafenbecken mitten in der Altstadt
Der Brunnen Trg Marsala Tita
Der Brunnen Trg Marsala Tita in RovinjDer rote Turmuhr am Hafen.Badefreude an der felsigen Küste.Ein Renault R4 im alttäglichen Einsatz.
Die historische Altstadt von Rovinj
Vorbei am Hafen und dem Marktplatz gingen wir in die Altstadt von Rovinj. Diese kleinem malerischen Gassen und die zum großen Teil historischen Häuser haben ihren ganz eigenen Charme. Wir hielten hier und dort ein und genossen diesen ganz besonderen Flair dieser Stadt. Aber es sollte noch viel besser kommen.
Am Hafenbecken.Zu Fuß durch die Altstadt.Gasse im historischen Viertel.Altstadtgasse.
Die Kirche der heiligen Euphemia
Wir erreichten die Kirche der heiligen Euphemia. Sie ist zwar einfach, aber wunderschön. Bei unserem Durchgang durch das Kirchenschiff entdeckten wir ein Hinweisschild zum Turm dieser Kirche. Eben dem Turm, den der Besucher schon von Weitem sieht.
RovinjDie Adria reicht bis an die Häuser der Altstadt.Hilde in Rovinj.
Hinauf auf den Turm der Kirche der heiligen Euphemia
Wir bezahlten zwei Euro pro Person und machten uns über eine Holztreppe hinauf auf den Turm. Nur dabei nicht nach unten schauen. Aber zur Belohnung gab es am Ende ein wunderbarer Ausblick über die Stadt und die Küste.
Über diese Treppe gelangt der Besucher auf den Turm.
Auf dem Kirchturm ein unvergesslicher Blick über die Stadt
Das Hafenbecken mitten in der Altstadt von Rovinj.Rovinj vom Turm der Kirche aus gesehen.Die Stadt Rovinj aus der Vogelperspektive.Hilde auf dem Turm der Kirche der heiligen Euphemia.
Hoch oben auf dem Turm der Kirche
Camping Biondi Blick auf den Campingplatz Camping Biondi.Auf dem Platz vor der Kirche der heiligen Euphemia.Altarraum in der Kirche der heiligen Euphemia.Der prachtvolle Altar in der Kirche der heiligen Euphemia.Kirchenschiff in Kirche der heiligen Euphemia.
Der Architekt Giovanni Dozzi
Diese Kirche wurde Anfang des 18. Jahrhunderts auf den Mauern einer älteren Kirche nach den Plänen des aus Venedig stammenden ArchitektenGiovanni Dozzi gebaut. Geweiht wurde sie der Märtyrerin Euphemia.
Wer war die heilige Euphemia?
Kaiser Diokletian (römischer Kaiser 284 bis 305) ließ diese Frau in der Arena, weswegen auch immer, den Löwen zum Fraß vorwerfen. Jedoch taten die Löwen dieser Frau nichts. Statt dies als ein Zeichen zu sehen, ließ er die Frau in der Arena durch einen Dolchstoß töten. Ihre Gebeine wurden in Byzanz in einem Sarkophag beigesetzt, verschwanden aber dann während des „Bildersturms“ spurlos.
Aber welch ein Wunder. Im 8. Jahrhundert wurden ihre Gebeine in Rovinj an Land gespült. Seitdem befinden sie sich in einem Steinsarg hier in der Kirche von Rovinje.
So ging ein wunderschöner Tag zu Ende
Eine Pause in einem der vielen Lokalen am Hafen von Rovinj.
1. Gib in jedes Glas ein paar Eiswürfel 2. Fülle das Glas halbvoll mit Fanta an 3. Nimm einen Löffel, platziere ihn auf der Oberfläche des Getränkes. 4. Gieße ganz vorsichtig Rotwein auf den Löffel, damit er ganz sanft in das Glas läuft und somit auf der Oberfläche bleibt. 5. Get drunk!
Zurück zum Wohnmobilstellplatz
Wir verbrachten den ganzen Nachmittag in Rovinj und begaben uns, als die Sonne unterging wieder zurück zum Wohnmobil. Aber wir wollten uns nicht auf den Rückweg machen, ohne in einem der vielen Lokale ein Getränk zu uns zu nehmen, dass die Kroaten als MIŠ-MAŠ (Misch-Masch) bezeichnen. Auf dem Weg zurück zum Campingplatz überraschte uns dann dieser Ort noch mit einem wunderschönen Sonnenuntergang. Dieser Tag konnte nicht perfekter sein.
Es wird Nacht in Rovinj.Sonnenuntergang in Rovinj / Kroatien.Sonnenuntergang an der Küste von Istrien.Sonnenuntergang im Yachthafen von Rovinj
Als wir später bei einem Glas Rotwein vor unserem Wohnmobil saßen, kamen wir zu dem Ergebnis, dass es ein wirklich ganz besonders schöner Tag gewesen war und wir wohl uns oft daran erinnern werden. Und vor allen Dingen wieder kommen werden.
Ein schöner Tag ging zu Ende. Wir saßen noch lange vor dem Wohnmobil und genossen die warme Spätsommersonne des Südens.
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